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virtuelle - Demokratie www.vi-de.at - Internetsprache - [in arbeit: toxi, ghettogeek] An dieser Stelle soll ein kleiner
Überblick
über die Eigenheiten der Internetsprache gegeben werden, der
gerade
älternen Lesern im Forum eine Stütze sein soll.
In meinem Buch 'Bevölkerung,
Information
und Politik' handle ich dieses Thema ausführlicher ab.
Grundlage Es gibt keine einheitliche Internetsprache. Trotzdem gibt es im Internet gewisse Eigenarten die, unabhängig von der Sprache, fast weltweit auftauchen. Dieser Teil von vi-de.at beschäftigt sich mit der erklärung diverser Ausdrücke, Symbolen und Abkürzungen. emoticons (smilies) Emoticons sind kleine Piktogramme um Emotionen auszudrücken (oder sich Schreibarbeit zu sparen). In den meisten Fällen stellen Emoticons um 90° gedrehte Gesichter dar, die aus dem "Basis-Smiley" entstanden sind. Es gibt keine alleingültige Übersetzung der diversen Smilies, die Interprätation ist aber grundsätzlich nicht schwierig. Erfahrenere User abstrahieren gerne die Smilies in dem sie für die Doppelpunkte (Augen) Gleichzeichen benutzen und auf den Bindestrich (Nase) ganz weglassen. Zudem wird als verstärkung des Ausdrucks gerne der letzte Anschlag mehrfach getippt zb: :-))))) Beispielreihe der Gängigsten Smilies
Üblicherweise werden Smilies mit mehr als 3 Zeichen aber nicht verwendet. 1337 Die als 'leet' bekannt gewordene Symbolsprache im Internet ist besonders beliebt bei jungen Internetusern. Jede Ziffer erhält einen zugewiesenen Buchstaben und Sinn. Die resultierenden Wörter sind also für einen Aussenstehnden schwierig zu lesen, verwendet man zusätzlich Wörter die wiederrum nur den Eingeweihten bekannt sind führt das zu einer passablen Codierung um Neulinge und Aussenstehnde auszusperren. Der Ursprung dieser Codierung liegt in den 80iger Jahren bei diversen Hackergruppen die so ihre Newsgroups und Websites vor Indexierung durch Suchmaschinen udgl schützen. Grosse Verbreitung fand leet durch das Onlinespiel Doom 1994. Leet ist flexibel, Buchstaben können auch durch die Kombination div Zeichen dargestellt werden. Eine Lückenlose Auflistung ist nicht möglich
Gesetzte Buchstaben sind aneinandergereihte ascii zeichen die einen Buchstaben ergeben. Eine Auflistung ist nicht möglich. Im Gegensatz zu 1337 zielen diese aber nicht auf codierung eines Begriffs ab, sondern auf hervorheben von Buchstaben, Wörtern oder Ausdrücken. Die nachfolgenden Beispiele sollen nur eine Idee geben.
Vokabular Das Internet hat eine Reihe Wörter geschaffen die Aussenstehende verwirren kann. Auch hier ist eine lückenlose Auflistung nicht möglich.
Gesternte Wörter Die gesternten Wörter (*lol*) drücken, wie die Smilies, Emotionen oder Reaktionen aus.
Abkürzungen Abkürzungen werden in wiederkehrenden Situation gerne benutzt, zb brb wenn man kurz den PC verlässt, oder um mit utfsf einen forumneuling freundlich auf die suchfunktion hinzuweisen.
Phonetische Wortspiele Es hat sich unter anderem auch eingebürgert, lautschriftlich "falsch" zu schreiben. Als besonders populäres Beispiel sei hier der "Missbrauch" der 8 (also "eight") genannt, insbesondere in Formen wie "sk8ing" und ähnlichen. "218" wird des öfteren auch als "2 L8" (man erinnere sich an leet speak, siehe oben) bzw ersatz für "too late" verwendet. Ebenso finden wir die 8 auch als 'acht' in n8 (also nacht). Der Kreativität sind also scheinbar keine Grenzen gesetzt. Besonders in Österreichischen IRC channels und Chats ist immer mehr die Tendenz zur schriftlichen Mundart erkennbar, wo die Mitwirkenden der Konversation durch ihre gezielten Verstösse gegen die eigentliche Rechtschreibung dem Gespräch eine besonders persönliche Note geben. Allein an minimalen Details ist es zum Teil möglich die überregionale Herkunft eines Gesprächspartners festzustellen. Man nehme zb das kärntnerische "nit" statt "nicht" als Beispiel. |